Main menu:




Jan Schiegnitz im Interview für den KLC

interview-mit-jan-schiegnitz-bei-kiteloopcontest-klc-1.jpgMoin Jan, in der Kitewelt bist du in den letzten zwei Jahren erst so richtig in die Schlagzeilen gekommen. Wieso hat denn das solange gedauert?

Hey, es war ein langer Weg, bis hier hoch in den Norden. Immerhin sind es auf der Landkarte 600 Kilometer aus der Heimat bis zur Küste. Und der Weg in die Szene und zur Anerkennung ist mindestens noch mal so lang. Die Zeit im Süden möchte ich trotzdem nicht missen. Es waren unglaubliche Zeiten zusammen mit meinen Geschwistern in den Alpen. Durch sie lernte ich das Snowboarden und viele weiter schöne Sportarten, die jetzt mein Kiteboardingstil beeinflussen.

interview-mir-jan-schiegnitz-bei-kiteloopcontest-klc-2.jpgHat sich dein Leben und Kiten entscheidend verändert, seitdem du in Kiel lebst? Oder fährst du am Wochenende, wenn du nicht studieren musst, ab zu Mutti um in der Heimat zu kiten?

Das es mit dem Studienplatz in Kiel geklappt hat, war wirklich wie ein Lottogewinn. Die Anfangszeit werde ich nie vergessen. Es war wie im Traum nach der Uni so gut wie jeden Tag noch kiten gehen zu können. Trotzdem freue ich mich jedes Mal riesig darauf nach einigen Monaten wieder nach Hause zu kommen. Es ist wie Kururlaub. Die Familie ist einfach das Beste und nicht ersetzbar. Wenn dann noch eine Session am Homespot wie dem Altmühlsee klappt, ist alles perfekt.

interview-mit-jan-schiegnitz-bei-kiteloopcontest-klc-3.jpgWas sind deine guten Vorsätze fürs neue Jahr? Gibt es da Kitetechnisch irgendetwas besonderes was du dir gönnen willst? (Außer natürlich den KLC)

Du sagst es. Schon seit Jahren wollte ich mal beim KLC mitmischen und immer kam etwas dazwischen. Diesmal ist der Kalender für den KLC auf jeden Fall reserviert. Soulevents wie dieser oder auch Tripple S, bei denen es viel mehr als um das Siegen geht, sind klasse. Die Party am Abend ist genauso wichtig, wie der Contest an sich. Solche Events repräsentieren unseren Sport. Macht auf jeden Fall weiter so! Mein Vorsatz für 09 ist es, den Vizetoursieg in 08 zu topen. Ich will richtig Gas geben - vor allem in Sachen Reisen, einmaligen Geschichten, Fotos und so weiter. Über den Winter ist mit Jens Hogenkamp, einem Freund und professionellem Fotografen eine ziemlich lange to-do-list entstanden. Ein guter Vorsatz ist es auch, diese ab zu arbeiten und dabei mächtig viel Spaß zu haben.

interview-mit-jan-schiegnitz-bei-kiteloopcontest-klc-4.jpgWie muss man kiten um von dir Respekt zu ernten? Fette Boardoffs springen oder Speedfahren; Mit Boardshorts oder ohne?

Na klar, fetten Respekt an alle Speedkiter, die in  Neoprenpelle oder Kitehose in Kuhfellmuster. Es ist großartig, wenn sie mit Downwindkursen Flachwasserspots blockieren. Auch Props an alle Boardoffkünstler mit Hunderollleine als Boardleash, am besten noch mit Segelhandschuhen und Sonnenbrille. (lacht)

Eigentlich sind mir alle Kiteboarder sympathisch, die einfach nur Spaß am Sport haben, alles andere wie Trends vergessen können und ihr eigenen Stil durch ziehen. Die verschiedenen Facetten von Kiteboarding machen viel zu viel Spaß, als dass man sich nur mit einer zufrieden gibt. Bei richtigem Hack fette Kiteloops durchziehen – das stoked. Bei gigantischen Wellen mit cutbacks den Spray in den Himmel jagen, ist einfach phänomenal.

interview-mit-jan-schiegnitz-bei-kiteloopcontest-klc-5.jpgGibt es noch etwas was du uns erzählen möchtest oder was du unseren Lesern mitteilen willst? Wir wünschen dir viel Erfolg und verrate uns doch deine Internetseite!

Surft nicht so viel Internet. Surf the real world!

Vielen Dank für die entspannte Zeit und das Interview. Wir sehen uns auf dem Wasser!

 www.shigi.de

alle Fotos von Jens Hogenkamp